Gedenken an russische Kriegsgefangene in Gudendorf

Am Sonnabend, dem 03. November 2007, versammelte sich ein Teil der Gemeinde Marne am Denkmal für die russischen Kriegsgefangenen in Gudendorf, Kreis Dithmarschen. Nachdem drei Brüder ein Blumengesteck am Denkmal niedergelegt hatten, sangen alle Anwesenden das Lied 194 „So nimm den meine Hände“. Daraufhin erläuterte der Hirte i.R. Urban allen die geschichtlichen Zusammenhänge zu diesem Denk- und Mahnmal. Mit einem Gebet unseres Gemeindevorstehers, in dem alle verlangenden Seelen eingeladen wurden, und dem Lied 435 „Meine Heimat ist dort in der Höh’“, endete die Andacht im Gudendorfer Wald.

Im April 1944 entstand in Gudendorf das Sterbelager für die sowjetischen Kriegsgefangenen. In jenem Lager starben bis Kriegsende über 3000 Kriegsgefangene. Nirgendwo anders in Schleswig-Holstein wurden so viele sowjetischen Kriegsgefangene in Massengräbern bestattet.